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DIE ROTE ZORA
Unter Führung der roten Zora (Linn Sara Reusse) organisieren sich Waisenkinder an der kroatischen Küste. Sie führen ein freies, wildes Leben - nicht ohne Gefahr und Risiken: Man klaut, um über die Runden zu kommen. Branko (Jakob Knoblauch), auf der Suche nach seinem Vater, schliesst sich der Bande an. Die Einheimischen, allen voran ein Fischgrosshändler (Mario Adorf) und der Bürgermeister, machen Jagd auf die jungen Wilden. Die Kinder werden in die Enge getrieben, und Zora und Branko müssen ihre grösste Bewährungsprobe bestehen.

Kurt Kläbers «Die Rote Zora und ihre Bande» wurde 1941 in der Schweiz veröffentlicht und erschien nach dem Krieg in «Resteuropa». 1979 wurde der Kinderbuchklassiker als 13-teilige Fernsehserie ausgestrahlt. Der aktuelle Kinofilm wurde in Montenegro gedreht. Kulisse und Geschichte muten geschönt und idealisiert, fast etwas weltfremd an - der Stoff ist in den Dreissigerjahren angesiedelt. Doch die klassische Geschichte, «Huckleberry Finn» verwandt, erweist sich als zeitlos und modern.

Das Problem obdachloser Kinder ist nicht nur in Asien oder Osteuropa, sondern auch in Europa akut. Und diese Geschichte von Freundschaft und Solidarität ist auch deshalb brisant, weil eine 14-jährige als Antreiberin und Hauptfigur fungiert. Sie lebt ausserhalb der Gesellschaft, passt sich nicht an, profiliert sich als Aussenseiterin, scheint aber letztlich doch gezähmt. Peter Kahanes Literaturverfilmung hält sich eng an die Buchvorlage und hat ein grosses Plus: Der spannende Film nimmt Kinder ernst, dazu tragen auch die bekannten Schauspieler Mario Adorf, Ben Becker und Dominique Horwitz, aber auch die gängigen Songs («Die Uskoken» etc.) bei.
Kinderfilm des Monats September WILLI UND DIE WELT DER WUNDER
11.9.-12.9. und 14.9.
Eintritt für Gruppen nach telefonischer Voranmeldung nur 2 € (mit Ermäßigungsschein des Jugendkultursservice sogar nur 1,50 € pro Person!)
Die Kinder kennen und mögen ihren Willi. Jeden Sonntagmorgen beantwortet er ihnen im KI.KA die einfachsten und doch so schweren Fragen. Wie funktioniert dies, wie wird jenes gemacht? Seit mehr als sieben Jahren und bald 200 Folgen gibt‘s »Willi will‘s wissen« - seine Neugier und seine Fragen machen klug!
ab 30.09.: NEUES VON PETTERSON UND FINDUS
Der erste Film der erfolgreichen schwedischen Kinderbuchverfilmungen!
empfohlen ab 5 Jahre, FSK 0
Länge : 78 Min

Kritik und Inhalt:
Seit 20 Jahren denkt sich der Grafiker Sven Nordqvist nunmehr die farbenprächtigen Geschichten zwischen dem liebevollen Eigenbrötler Pettersson (Pettson) und dem aufmüpfigen, wissbegierigen Kater Findus aus – und die Puste scheint ihm dabei nicht auszugehen. Die reichhaltig und detailliert bebilderten Geschichten über die zwei Figuren sind derart phantasieanregend, dass sich Kinder teilweise stundenlang über einzelne Seiten „hermachen“, Fragen stellen, Phantasien entwickeln und sich ihre eigenen Geschichten über die Figuren und Objekte ausdenken. Als ich dies das erste Mal vor Jahren erlebte, war ich völlig überrascht und musste bald darauf feststellen, wie recht die Kinder hatten. Man taucht regelrecht in diese geheimnisvolle, märchenhafte und doch mit der Realität verbundene Welt ein, die voller Charme, Witz und Intelligenz ihre Konflikte löst.

Albert Hanan Kaminski und seinem Team ist die filmische Adaption dieses Stoffs äußerst überzeugend gelungen. Fern von digitalem „Realismus“ sind Trick und Zeichenstil den Büchern sehr ähnlich. Gerade dieser „Un-Perfektionismus“, der es eben nicht darauf anlegt, „möglichst realistisch“ zu sein, macht den Reiz auch dieser zweiten Adaption des Stoffs aus. Hinzu kommt, dass es dem Team um Kaminski gelungen ist, wie in den Büchern überzeugende und äußerst witzige Charaktere zu entwickeln.

Findus, den Pettersson seiner Nachbarin zu verdanken hat, die meint, der alte Mann mit Vollbart und Hut müsse endlich Gesellschaft haben, richtet mal wieder ein ordentliches Chaos an, als er einen Drachen baut. Pettersson meint, Findus müsse die Schweinerei beseitigen. Findus hingegen ist davon überzeugt, dass Kater nicht ihre Zeit damit verplempern müssen, den ganzen Tag nur aufzuräumen. Also schreibt er einen Brief an den König. Der solle entscheiden; immerhin ist der König der oberste „Bestimmer“, und nicht Pettersson.

Lange lässt eine Antwort des Königs auf sich warten, denkt Findus. Er weiß nicht, dass dem tollpatschigen Briefträger, der regelmäßig kopfüber mit dem Fahrrad in den Büschen landet, der Antwortbrief des Königs verloren gegangen ist. Die kleinen Muklas, winzige, gestreifte Gnome, die nur für den kleinen oder großen Zuschauer sichtbar sind und eine eigene Welt in dieser Welt gestalten, haben sich des Briefes angenommen. Langeweile kommt in der Zwischenzeit jedoch nicht auf. Findus muss Pettersson aus dem Klohäuschen befreien, träumt von einer Fahrt ins Weltall, auf der er dem russischen „Astronauten“-Hund Laika begegnet, Pettersson baut ihm eine Rakete aus Holz, Petterssons nerviger Bruder kommt zu Besuch, man angelt, erschreckt den missmutigen Nachbarn Gustavsson, macht Bekanntschaft mit einem Elch, der von Jägern erlegt werden soll, und schließlich kommt der König zu Besuch, um sich von der Unordnung selbst zu überzeugen und Rat zu geben.

Kaminski zaubert einen detail- und phantasiereichen Bogen durch eine eigene Welt, die ohne lehrhaften Zeigefinger auskommt. Im Gegenteil: Pettersson ist eine Person, die die aufkommenden Probleme ganz praktisch löst, mit teils skurrilen, teils überraschenden, jedenfalls aber wirksamen Ideen. Und das scheint nicht nur Findus, sondern auch den Kindern im Kino bestens zu gefallen .
Quelle: www.follow-me-now.de








Kinderfilm des Monats Oktober: DIE VORSTADTKROKODIILE
FSK 0, empfohlen ab 8 Jahre
Länge: 99 Min
Termine: Sa/So 2. und 3. Oktober : 14.30 Uhr
Di 5.10.: 10.30 und 15.00
Mi 6.10: (nur mit telefonischer Anmeldung) : 15.00 Uhr

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