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ab 29.7. EASY VIRTUE - EINE UNMORALISCHE EHEFRAU
Kein Wunder, dass Regisseur Stephan Elliott mit seiner rasanten Gesellschaftskomödie „Easy Virtue – eine unmoralische Ehefrau“ für Lebensfreude pur sorgt. Schließlich landete der Australier mit seinem schrillen Transvestiten-Roadmovie „Priscilla – Königin der Wüste“ bereits einen internationalen Überraschungshit. In seiner klugen Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Noel Coward aus dem Jahre 1924, dessen bissig-trockener Wortwitz nicht selten an Oscar Wilde erinnert, begeistert neben Oscarpreisträgerin Kristin Scott Thomas vor allem Newcomerin Jessica Biel. Als angeheiratete mondäne Amerikanerin wirbelt die sympathische Femme Fatale das staubtrockene Milieu des britischen Landadels gehörig durcheinander.
ab 30.7. VINCENT WILL MEER
Wunderbar ausbalancierte Roadmovie-Dramödie um drei junge Außenseiter.
Am Do 29.7. im Freiluftkino INSEL im Cassiopeia!
Ein an Tourette erkrankter junger Mann, eine rebellische Magersucht-Patientin und ein Zwangsneurotiker unternehmen in der deutschen Tragikomödie „Vincent will Meer“ einen abenteuerlichen Road Trip. Hauptdarsteller Florian David Fitz schrieb das Drehbuch, Ralf Huettner („Die Musterknaben“) übernahm die Regie. Herausgekommen ist dabei ein mitunter etwas oberflächlicher Film, der aber als feel-good-Stück funktioniert und durch liebenswerte Charaktere und einen unverkrampften Umgang auch mit ernsten Themen besticht.

Webseite: www.constantin-film.de
ab 4.8. GREENBERG (OmU)
Ben Stiller, als harmloser Spaßvogel im Mainstreamkino eine feste Größe, kann auch ganz anders. Und das kann er gut. In Noah Baumbachs Drama "Greenberg" ist Stiller kaum wiederzuerkennen. Hager, mit strubbeligen Haaren und verbiestertem Gesichtsausdruck spielt er einen Mann Anfang 40, der in einer tiefen Lebenskrise steckt. Roger Greenberg, so sein Name, grübelt über die Vergangenheit nach, hat keine Vorstellung von der Zukunft und ist genervt von der Gegenwart. Seiner nicht eben sympathischen Figur verleiht Stiller eine eindringliche Präsenz. Für die etwas heitereren Momente sind diesmal andere zuständig.
ab 12.08 THE CRAZIES
Ogden Marsh ist die typische amerikanische Kleinstadt im Mittleren Westen, in der sich die Einwohner auf der Straße freundlich „Guten Tag“ sagen. Bis eines Tages, langsam aber unaufhaltsam, das Leben aus den Fugen gerät. Wieso läuft plötzlich Rory Hamill (Mike Hickmann) mit einer Schrotflinte über das Baseballfeld? Und wieso tötet der angesehene Bürger Bill Farnum (Brett Rickaby) seine Familie und fackelt dann seine Farm ab? Bevor Sheriff David Dutton (Timothy Olyphant) und seine schwangere Frau Judy (Radha Mitchell) auch nur darüber nachdenken können, sind die Verrückten – die „Crazies“ – schon überall. Die Nationalgarde geht brutal gegen Infizierte und Gesunde vor. Gemeinsam mit Judys Mitarbeiterin Becca (Danielle Panabaker) und Deputy Russel (Joe Anderson) suchen die letzten Verschonten einen Ausweg aus der Hölle, während die mörderischen Bestien im Schatten der einstigen Idylle lauern…

Wenn die Idylle zur Hölle wird: THE CRAZIES ist das furiose Remake des gleichnamigen Horror-Klassikers von George A. Romero aus dem Jahr 1973 und eine mörderische Abrechnung mit der vermeintlichen Idylle einer Kleinstadt. Regisseur Breck Eisner („Sahara – Abenteuer in der Wüste“) bringt mit THE CRAZIES Hochspannung par excellence auf die Leinwand. Hochkarätig besetzt mit Timothy Olyphant („Stirb Langsam 4.0“, „Hitman“) und Radha Mitchell („Surrogates – Mein zweites Ich“, „Silent Hill“), deren blutiger Überlebenskampf das Schicksal der ganzen Menschheit besiegeln könnte. Zombie-Altmeister George A. Romero ist bei der Neuauflage als ausführender Produzent beteiligt.

Hier gehts zum Trailer: http://www.thecrazies.kinowelt.de/#/home
ab 19..8. zum Bundesstart. DISTANZ
am So 22.8. mit Hauptdarsteller Ken Duken (Zweiohrküken , Inglourious Baterds) und Regisseur !
Mi 18.8. Defa-Kino-Tag zu Gunsten von Berliner Helfen e.V.
In Zusammenarbeit mit der Defa-Stifttung präsentieren wir das Abschlussprojekt von Merle Bargmann (Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur), die diese Verabnstaltung iniitiiert hat.
2 Filme, Ausstellung, musikalisches Rahmenprogramm, eine Tombola und vieles mehr erwarten Sie an diesem Mittwoch.

14.30 Uhr Kinderkino: DAS SCHULGESPENST;DEFA 1987, 84 Min, Regie Rolf Losansky

20.00 Uhr : SOLO SUNNY , Defa 1979, 104 Min, R: Konrad Wolf

Danach : Musik und Ausstellung in der Kinobar zur Geschichte der DEFA und Infos zum FSJ in der Kultur.

Alle Einnahmen des Tages gehen zu Gunsten von Berliner Helfen e.V.
ab 27.8. : MICMACS- Uns gehört Paris
Gleich zweimal macht Bazil mit Produkten der Waffenindustrie böse Erfahrungen. Bis er mit seinem Freunden, einer Gruppe wunderlicher Außenseiter, beschließt, den Schreibtischtätern an der Konzernspitze ein Schnippchen zu schlagen...
"Micmacs" ist nach "Delicatessen" und "Die fabelhafte Welt der Amelie" ein neuer Film von Jean-Pierre Jeunet. In seiner fabelhaften Filmwelt eines zeitlos poetischen Paris fügen sich Kreativität und Komik zu bestem Kintopp. Mitten drin Dany Boon ("Willkommen bei den Sch´tis"), der mit beschwingter, chaplinesquer Komik das Publikum durch den skurrilen Spielzirkus führt.


Webseite: www.kinowelt.de/kino
ab 26.8.: TOM ATKINS BLUES
Dokufiction über Gentrifictation von Alex Ross.
Mehr unter www.tomatkinsblues.wordpress.com
Der Spätkauf ist das Herz des Kiezes gewesen, integraler Bestandteil im Leben der Kiezbewohner, seit nunmehr 13 Jahren. Treffpunkt, Kneipe, Kiezpostille und ein Ort, um zu unüblichen Öffnungszeiten nicht nur einzukaufen. Eine Sorgenpause, ein Platz mit Zeit für den Kunden, jede Nacht und ganze Sonntage lang, bei Reggae-, Dub- und Hip-Hop-Rhythmen, die aus den Lautsprechern hinaus auf die Straße fliegen.

Tommy, der Engländer, arbeitet schon seit Jahren im Spätkauf, doch verkauft er nicht nur Waren. Er hat streitende Pärchen beobachtet, war verlorenen Touristen ebenso Hort wie betrunkenen Einheimischen. Er hat im Kiez hitzige Basketballspiele unter Nachbarn ausgefochten, ist nächtelang durch die Clubs gezogen und kämpfte an der Kasse des Spätkaufs mit den hämmernden Nachwirkungen seiner Streifzüge. Der Spätkauf bietet ihm einen kaleidoskopischen Einblick in die Leben, Hoffnungen, Gedanken der Menschen und alles verflechtet sich zu einem Gewebe der Nachbarschaft, des Miteinanders.

Im Laufe der Jahre aber verändert sich sein Kiez. Wohnraum wird Eigentum, Mieten steigen und der Zustrom solventerer Schichten lässt das soziale Gewebe weitmaschiger werden. Der Spätkauf wird mit der Zeit zum letzten Souvenir eines verschwindenden Kiezes. Als schließlich der nahe gelegene Supermarkt modernisiert wird und seine Türen fortan bis Mitternacht öffnet, verliert das Konzept “Spätkauf” seinen Sinn. Die Kunden schwinden und mit ihnen die Umsätze. Der Laden muss schließen....
Demnächst: WOMEN WITHOUT MEN
In ihrem ersten Spielfilm adaptiert die international bekannte Video-Künstlerin Shirin Neshat einen höchst komplexen Roman der iranischen Autorin Shahrnush Parsipur. Vor dem Hintergrund des von westlichen Geheimdiensten unterstützten Staatsstreichs im Iran 1953 spielt sich das Schicksal von vier Frauen ab, die auf verschiedene Weise von der Gesellschaft unterdrückt werden. Ein ambitionierter Film, gewidmet den iranischen Opfern demokratischer Aufstände der vergangenen hundert Jahre. - Ausgezeichnet mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie!
Sputnik Kino, Höfe am Südstern, Programm Kino aus Berlin Kreuzberg